Reitausrüstung des Reiters

Die richtige Ausrüstung des Reiters ist das A und O der Sicherheit, denn der Umgang mit Pferden erfordert nicht nur das richtige Fingerspitzengefühl mit dem Pferd sondern auch die richtige Ausrüstung.

Seit vielen vielen Jahren gibt es schon eine gewisse Standardausrüstung die jeder Reiter haben sollte. Aber in der modernen Zeit gibt es auch einige „Sonderausrüstungen“ die für spezielle Zwecke oder sogar spezielle Pferderassen verwendet werden.

Diese Liste soll die Standardausrüstung darstellen, damit jeder Reiter weiß, was er braucht.

Der Reithelm

Der Reithelm ist für jeden Reiter unverzichtbar, denn die schwersten Reitunfälle sind diejenigen mit Kopf- und Rückenverletzungen. Auch wenn man meint, das der Helm „lächerlich“ oder „peinlich“ aussieht, so ist es nur zum eigenen Schutz.

Die modernen Reithelme und Reitkappen, lassen sich dem Kopf gut anpassen. Sie sind leicht, sitzen gut am Kopf und sind dadurch nicht zu eng. Außerdem besitzen Reitkappen meistens eine Belüftung, damit man im Sommer nicht schwitzt. Wem es aber im Winter zu kalt werden sollte, der kann sich immer noch eine dünne Wollmütze unter der Kappe aufziehen.

Das wichtigste am Reithelm ist der Kinnschutz. Er muss gut sitzen und man muss ihn gut einstellen können. Dieses verhindert, das die Reitkappe bei einem Sturz vom Kopf fällt.

Fahrradhelme sind ein super Kopfschutz, schützen aber den Nacken nicht und bieten außerdem keinen Schutz vor einem Pferde Tritt.

Auch Westernreiter sollten auf einen guten Kopfschutz achten. Die Kopfschalen die man in den Hut legt bieten nicht ausreichen Schutz, sind jedoch besser als gar keine Kopfbedeckung.Â

Achten Sie beim Helmkauf auf das TÃœV- Prüfzeichen oder dem europäischen Norm für Helme (EU 1384). Diese Helme entsprechen den europäischen Sicherheitsbestimmungen. Ein Helm ohne dieses Prüfzeichen kann später zu schweren Verletzungen führen. Man sollte also hier nicht sozusagen am eigenen Leben sparen.

Reitbekleidung

Viele Leute fragen sich ob man nicht mit einer ganz normalen Jeans Hose reiten kann. Klar kann man das machen. Der Nachteil jedoch ist, das die dicken Nähte der Jeans an den Innenseiten der Beine drücken und dies kann sehr schmerzhaft werden. Eine gute Reithose hat dünne Nähte und ist außerdem besonders geschnitten. So hat man bei jeder Bewegung auf dem Pferd einen optimalen Sitz und kein unangenehmes Drücken. Zudem besitzen Reithosen einen so genannten „Besatz“. Dieser gib einem auf dem Pferd einen besseren Halt. Moderne Reithosen habe sehr moderne Stoffe und sind atmungsaktiv. Bein Kauf sollte man auf einen super Sitz achten, damit es beim reiten auch bequem ist.

Für Turniere müssen eng anliegende Reithosen getragen werden.

Ob man zur Reithose einen Pullover, eine Jacke oder eine Bluse trägt ist jedem selbst überlassen. Man sollte die Kleidung jedoch immer den Witterungsverhältnis anpassen.

Stiefel und Schuhwerk

Alle Reitstiefel haben einen kleinen Absatz. Der Absatz soll das durchrutschen der Schuhe in den Steigbügeln verhindern. Denn ein durch gerutschter Fuß im Steigbügel lässt sich nur mit viel Mühe wieder befreien. Ein Fuß der im Steigbügel hängt, würde bei einem Sturz vom Pferd fatal sein. Der Klassiker unter den Reitstiefeln ist schwarz aus Leder und reicht bis kurz unter das Knie. Nachdem Neukauf von Reitstiefeln, sind diese meist unbequem. Das kommt daher das Reitstiefel nicht zum laufen, sondern zum Reiten gemacht sind und an der Wade eine leichte Verstärkung haben.

Westernboots hingegen gibt es als einfachen halbhohen Stiefeln und in allen möglichen Variationen. Die Westernstiefel sind wesentlich bequemer als klassische Reitstiefel sind aber auch breite rum in die großen Westernsteigbügel zu passen.

Handschuhe

Es hat nichts mit eingebildet oder Vornehmheit zu tun, wenn man auf dem Pferd beim reiten Handschuhe trägt. Wer einmal einen Führstrick von einem Pferd durch die bloßen Handflächen gezogen bekommen hat, der weiß worum es geht. Handschuhe sind keinesfalls dafür gedacht Blasen an den Händen und Fingern beim reiten zu verhindern. Ob Handschuhe aus Leder, Strick oder Stoff sind ist Geschmackssache. Meistens aber auch eine Sache des Geldes.

Die Handschuhe sind in erster Linie dazu da einen Puffer zwischen Hand und Zügel zu schaffen. Außerdem schützen sie das Pferdemaul weil man mit Handschuhen die Zügel sanfter bewegt.

Sporen

Der Alte Reiterspruch „Sporen muss man sich verdienen“ hat einen Sinn. Einen unerfahrenen Reiter mit Sporen reiten zu lassen wäre falsch, da er nicht in der Lage wäre die Sporen gezielt einzusetzen. Um mit Sporen zu reiten, braucht man einen ruhigen Sitz, ein ruhiges Bein und man sollte wissen wozu der Sporn da ist und wozu man ihn verwendet. Jeder Sporn muss absolut überlegt eingesetzt werden. Durch den Einsatz von Sporen macht man das Pferd nicht schneller. Niemals sollte man Sporen als Strafe einsetzen. Sie sind dafür da, dem Pferd zu verdeutlichen, was es mit anlegen der Schenkel oder ähnliches nicht verstanden hat.

Gerten

Die Gerte ist ein Hilfsmittel und kein Mittel um das Pferd zu Strafen. Leider wird sie des öfteren zum strafen genutzt. Eine Gerte soll als verlängerter Arm eingesetzt werden. Wenn das Pferd verstärkt ein Bein vorsetzen soll, dann berührt man es einfach mit der Gerte an diesem Bein. Genauso ist es bei Berührungen an der Pferdeschulter. Wenn das Pferd dieses Signal einmal gelernt und verstanden hat, genügt eine leichte Berührung.

Anders ist es bei der Springgerte. Sie soll das Pferd auffordern doch „bitte“ den Sprung anzugehen. Auch hiermit sollte man nicht Strafen oder Drohen, da das Pferd die Gerte sonst als Feind ansieht und nicht als Hilfe.

Leider beobachtet man in der Praxis jedoch oft den Einsatz der Gerte als strafe oder Drohung.

Führen Sie sich bitte vor Augen, wie viel Vertrauen dabei beim Pferd zerstört wird. Durch solchen Umgang, entstehen meist die „bösen Pferde“, die den Reite rund den Menschen hassen. Ein Reiter der die Gerte als Strafmittel benutzt, ist kein richtiger Reiter. Denn der Fehler liegt meist am Reiter selbst und nicht am Pferd. Entweder hat er dem Pferd nicht klarmachen können, was er von ihm will oder er hat das Pferd überfordert. Ein Pferd wird in den seltensten Fällen ungehorsam sein, nur weil es sich dem Reiter widersetzen will. Fast immer hat das Pferd einen Grund für sein verhalten. Der Reiter ist nur nicht bereit oder in der Lage dieses zu erkennen.

 
Freitag, 15. Dezember 2017

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